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27.06.2017
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Chronik der Stadt Naumburg(Saale)

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1000/1010

Die Ekkehardinger-Markgrafen errichten auf einer vorgeschobenen Buntsandsteinterrasse gegenüber der Unstrut-Mündung eine "Neue Burg". Ihr bisheriger Stammsitz ist der Ort "Gene" (Klein- oder Großjena), der schon seit karolingischer Zeit besteht. Im Schutze dieser pfalzähnlichen Anlage siedelten Handwerker und Kaufleute (mercatores). In der Abtei von Gene sind auch die Ahnen der ekkehardingischen Familie bestattet.


1002

Kaiser Otto III. verstirbt früh und kinderlos. Markgraf Ekkehard I. ist einer der Prätendenten auf den deutschen Thron. Ihn hatte Otto I. in Zeiten größter Not zum Markgrafen von Meißen berufen. Seine persönlichen Gegner lassen ihn am 30. April 1002 im Harzkloster Pöhlde ermorden, noch bevor die Entscheidung im Thronstreit gefallen war.


1021

In der (1136 verfaßten) Merseburger Bistumschronik wird zum Jahre 1021 eine "prepositura noviter fundata in Numburg" erwähnt. Diese kürzlich gegründete Stiftskirche steht in nächster Nähe zur Burg und wird erst mit dem Bau des Westchores der Domkirche im 13. Jahrhundert beseitigt.


1028

Kaiser Konrad II. verlegt mit Genehmigung des Papstes Johannes XIX. das Bistum Zeitz in den besser geschützten Ort "Naumburg". In der darüber aufgestellten Urkunde (Bulle) wird Naumburg als ein befestigter Ort locus munitus bezeichnet. Die Verlegung des Bischofssitzes (Transmutation) ist eine abschließende Korrektur der kirchenpolitischen Konzeption Otto I. Sie liegt im Interesse aller Hauptbeteiligten. Ermöglicht wird sie jedoch erst durch die markgräflichen Brüder Ekkehard II. und Hermann, die ihre Burg samt den umfangreichen Besitzungen der Kirche stifteten. Beide Markgrafen erhalten von Kaiser Konrad II. das forum regale, das Recht, einen dauernden Markt in kaiserlichem Schutz und Frieden zu errichten. Die älteste Erwähnung des Naumburger forum regale geschieht in einer Kaiserurkunde Heinrichs III. vom 31. März 1051.


1030

Bischof Hildeward siedelt von Zeitz nach Naumburg über und nimmt seine Residenz in der ekkehardinischen Burg. Zwei Jahre später stirbt Hildeward. Der Tradition zufolge liegt er im Naumburger Dom begraben. Kaiser Konrad II. schenkt dem Naumburger Bischof den südlich der jungen Gründung gelegenen Buchenwald. Landeshoheit und Gerichtsbarkeit über diesen ehemaligen Reichsforst verblieben bei der kaiserlichen Domäne in Eisenberg. Bischof Kadaloh steht nun das Recht zu, in den Wäldern zwischen Saale, Wethau, Punkewitz und Stenndorf Holz nach Bedarf zu schlagen. In der darüber aufgerichteten Urkunde wird der Ort Naumburg civitas genannt, die Stadt Naumburg.


1033

Den von "Gene" übersiedelnden Kaufleuten wird das freie Handelsrecht - ius gentium - sowie erblicher und zinsfreier Besitz zugesichert. Die Ortschaften Groß- und Kleinjena gelangen nun an das Kloster Sankt Georgen vor Naumburg.


1044

König Heinrich III. eignet der Naumburger Kirche das Dorf Cusenti (das heutige Bad Kösen) zu, welches bis dahin Lehen des Markgrafen Ekkehard gewesen ist. In der Folgezeit wird die Naumburger Kirche mit weiteren umfangreichen Besitzungen ausgestattet.


1040/50

Weihe des frühromanischen Doms St. Peter und Paul. Ein genauer Termin ist nicht überliefert. Er fällt jedoch in die Zeit der Regierung des Bischofs Hunhold, der bei der Weihe zugegen war. Die erste Naumburger Kathedralkirche, eine kreuzförmige Basilika, noch unter Bischof Kadalus begonnen, stand östlich der Stiftskirche der Ekkehardinger. Wie diese wird sie im 13. Jahrhundert abgetragen, um an ihrer Stelle den spätromanisch-gotischen Dom zu errichten.


1046

Markgraf Ekkehard II. stirbt kinderlos und wird im Georgenkloster begraben. Ekkehard II. regierte von 1032 (Tod seines älteren Bruders Hermann) bis 1046. Mit seinem Tode erlosch das alte Haus der Ekkehardinger. Ihr Erbe ging zugleich mit der Vogtei des Bistums auf die Wettiner über. Ekkehard II. war mit Uta von Ballenstedt verheiratet. Sie starb an einem 23. Oktober und ruht im Dom vor dem Kreuzaltar.


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