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17.11.2019
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Chronik der Stadt Naumburg(Saale)

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1911

Umfassende Erneuerung der Wenzelskirche. Die Hildebrandtorgel wird dabei auf elektrischen Betrieb umgestellt. Anläßlich des Geburtstages der Kaiserin wird die Luisenquelle im Bürgergartenviertel mit einem Bildnis der Königin Luise geschmückt. Die Naumburger Braunkohlen-Aktiengesellschaft wird mit den Riebeckschen Montanwerken vereint. Vereinigung des Naumburger Konsumvereins "Utilitas" mit dem (1900 gegründeten) Konsumverein Weißenfels zum " Konsumverein Weißenfels/Naumburg und Umgebung". 1927 erfolgte die Umbenennung in "Bezirkskonsumverein Weißenfels/Naumburg". Mit Haydns Oratorium "Sieben Worte des Erlösers" stellt der Naumburger Gesangverein seine viele Jahrzehnte lange Tätigkeit ein.


1914

Umbau des Rathauses. Dabei wird die schon im 14. Jahrhundert erwähnte Ratskapelle omnium sanctorum entdeckt. Der Raum ist der Ratskeller-Gaststätte zur Verfügung gestellt worden. Erweiterung des Hauptbahnhofes, der am 20.12. seiner Bestimmung übergeben wird. Der letzte Kreistag vor dem Ausscheiden der Stadt Naumburg aus dem Landkreis findet statt. Schon im Jahr zuvor hatte die Stadt den Beschluß gefaßt, aus dem Landkreis auszuscheiden und einen eigenen Stadtkreis zu bilden. Das erste Kriegsjahr führt zur Errichtung von Reserve-Lazaretten, der Festsetzung eines Wehrbetrages für die Stadt sowie zur Einführung des so bezeichneten "Kriegsbrotes". Dem Theologen und Begründer der Hallischen Missionskonferenz, Professor Warneck (gestorben 1910), wird an seinem Geburtshause am Steinweg 23 eine Ehrentafel gewidmet.


1916

Die Sparkasse siedelt in das städtische Gebäude am topfmarkt über. In dem Jahr werden auch die Ratskellersäle neu ausgestaltet. Sie erhalten monumentale Wandgemälde als Stiftung Naumburger Bürger. Die "Hohenzollernbilder" werden schon zwei Jahre später wieder entfernt. Die Großherzoglich-Sächsische Kammersängerin Selma von Scheidt (Weimar) gibt in Naumburg ein glänzendes Konzert. Mit weiteren Künstlern aus Weimar gründet sie hier eine Musikschule.


1917

Fertigstellung des neuen Oberlandesgerichtsgebäudes unter Leitung des verdienten Architekten Fritz Hoßfeld. 1913 war der alte Bau abgetragen worden, um Platz für den Neubau zu schaffen. Ein Jahr später wird Fritz Hoßfeld zum Stadtbaumeister


1918

Die politischen Vorgänge in Deutschland zeigen auch in Naumburg deutliche Veränderungen. Es werden u.a. Soldatenwachen in den Stadtbezirken eingesetzt, ein Bürger-Ausschuß gebildet sowie ein Lehrer-Rat gegründet. Auf dem Marktplatz finden zahlreiche politische Veranstaltungen statt. Gründung einer "Naumburger Schaubühne". Ihr Ziel ist die Errichtung einer ständigen Theaterbühne in Naumburg. Das Stammkapital beträgt 26.000 Mark. Als Interimstheater ist die Schaubühne zunächst in der Weißenfelser Straße 20 a untergebracht. Die Ausgestaltung des früheren Vergnügungslokals hatte Friedrich Hoßfeld übernommen. Eröffnet wird die Schaubühne mit "Hamlet". Ein Jahr später wird ein "Münchner - Marionetten - Theater" mit einer "kleinen Schaubühne" für Kinder eröffnet.


1919

Zahlreiche Streikaktionen führen zur völligen Absperrung von der Bahn- und dem Postverkehr. Einführung des Bürgermeisters Roloff in sein Amt. Kurz darauf kommt es zur Wahl des ersten Naumburger Arbeiterrates. Gründung der "Naumburger Siedlungsgesellschaft GmbH" mit einem Stammkapital von 355.500 Mark. Ihre Aufgabe sieht die Siedlungsgesellschaft in dem Bau preiswerter Wohnungen für Arbeiter, Gewerbetreibende und Beamte. Erstes großes Vorhaben ist die Bebauung des Spechsartes.


Pilzpfanne
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Uta und Ekkehard
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Die Schönburg
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Das Oberlandesgericht
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Die Rudelsburg
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