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19.08.2017
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Der spätromanisch-gotische Dom

Für den Neubau des Doms gab es mehrere Gründe. Das eher bescheidene Aussehen des frühromanischen Doms entsprach nicht mehr den hohen Repräsentationsbedürfnissen des Bischofs und seiner Kleriker. Außerdem hatte die Baulust der geistlichen Herrn des 13. Jahrhunderts, die man als Folge des wirtschaftlichen Aufschwungs beobachten kann, wohl auch den Naumburger Klerus ergriffen. Naumburg sollte somit den Vorrang vor der älteren Bischofsstadt Zeitz erhalten, deren Kapitel noch immer eine Vorzugsstellung vor dem Naumburger beanspruchte. Durch die gestiegenen räumlichen und liturgischen Ansprüche wurde der erste Dom für seine Aufgabe als unzulänglich empfunden.

In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts waren die Kassen des Naumburger Bischofs und seines Domkapitels offenbar gut gefüllt, denn man begann etwa um 1210 mit dem Neubau des Doms. Auftraggeber und Bauherr war der Naumburger Bischof Engelhard (1207- 42). In dieser Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs wurde auf dem Gelände der abgetragenen beiden Kirchen der Bau des viertürmigen Doms begonnen. Vom Vorgängerdom übernahm man lediglich Fundamentteile und die Krypta. Von der Stiftskirche wurden die beiden Turmwände übernommen. Der Neubau wurde im Osten begonnen.Im Jahre 1242 waren Lang- und Querhaus, der Ostchor, die beiden Osttürme und die Unterbauten für die Westtürme fertig. Die Weihe der neuen Domteile fand in diesem Jahr statt, vermutlich am Peter- und Paulstag, dem 29. Juni. Der Kreuzgang und die Klausur entstanden bis 1250. Mit dem Bau des Westchors wurde wahrscheinlich kurz nach 1249 begonnen. Über ein Jahrhundert währte die Bauzeit, ein Jahrhundert, in dem sich der weltanschauliche und kunstgeschichtliche Wandel von der schlichten, gedrungenen Würde des romanischen zum feingliedrigen, aufstrebenden gotischen Stil vollzog, was in den verschiedenen Baustufen der Kirche eindrucksstark sichtbar wird.

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