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14.11.2019
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Chronik der Stadt Naumburg(Saale)

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1920

Baubeginn des Siedlungsviertels. Es entstehen nacheinander der Siedlungshof, die Reihenhäuser an der Siedlungsstraße sowie die Wohnbauten am Mägdestieg.


1921

Unter Leitung des Architekten Friedrich Hoßfeld wird das Rathaus umgebaut. Die Repräsentationsräume erhalten wertvolle Tapeten und schmuckvolle Kachelöfen aus der Werkstatt der Firma Teichert (Meißen) nach Entwürfen von Ludwig Vierthaler. Bedeutendste Veränderung ist der Einbau einer weitläufigen Innentreppe mit kunstvollen Verzierungen. Fertigstellung des neuen städtischen Krankenhauses am nordöstlichen Stadtrand. Friedrich Hoßfeld leitete die schon 1915 begonnenen Arbeiten. Professor Johannes Hartmann vollendet das Grabmal für Max Klinger in dessen Weinberg bei Großjena. Gleichzeitig erhält der Gasthof in Großjena eine Klinger-Gedächtnistafel. Der Maler, Graphiker und Bildhauer Max Klinger war ein Jahr zuvor gestorben. Das bisher im Rathaus untergebrachte Landgericht wird in das Präsidentenhaus am Kramerplatz verlegt.


1924

In den Jahren bis 1926 entstehen mehrere Einfamilienhäuser und Miethäuser. Dazu zählen die zweckmäßig gruppierten Wohnhäuser am "Lindenhof" und am "Moritzplatz". Durch die Siedlungsgesellschaft Sachsenland wird im Weichaugrund eine Rentengutssiedlung errichtet (1926/27 vollendet). Auch auf dem Georgenberg wird (bis 1928) eine größere Gruppe von Wohnhäusern erbaut, die 80 Wohnungen umfassen. An der Moritzkirche entsteht ein städtisches Bürgerheim, in dem Kleinwohnungen für mittellose Rentner eingerichtet sind. Architekt ist Friedrich Hoßfeld, der dem Projekt "Georgentorviertel" vorstand.


1926

Instandsetzung der Jenaer Straße und Umpflasterung der Wenzelsstraße. Das durch Brand schwer beschädigte Haus Markt 10 wird wieder hergestellt und mit den alten Dachaufbauten versehen. In dem gleichen Haus veranstaltet Walter Hege eine umfassende Ausstellung mit Gemälden und Fotografien. Im Sommer Eröffnung des Grochlitzer Sanatoriums. Das schon 1893 von dem Leipziger Naturheilkundigen C. E. Wagner gegründete Erholungsheim wurde 1926 von den Bayrischen Stickstoffwerken erworben und als Kurheim für Werksangehörige ausgebaut. Zum Kirschfest hält sich Fräulein Sophie Seyferth, Tochter des Hussitenlied-Dichters Karl Seyferth, hier auf.


1927

Gründung der "Devoli" (Deutsche Volkslichtspiele). Ihr Hauptsitz ist im früheren Garnisonslazarett auf dem Spechsart. Dort befinden sich auch die Film- und Tonstudios. Kunstausstellung in der Aula des Seminars in der Seminarstraße. Der Künstlerbund "Isar" zeigt Arbeiten Münchner Künstler. In den Folgejahren veranstaltet der Münchner Künstlerverein mehrere Ausstellungen in Naumburg. Höhepunkte im kulturellen Leben der Stadt sind Auftritte des mexikanischen Nationalorchesters, des ukrainischen Volkschores sowie des Kuban - Kosakenchors.


1928

Anfang Februar Wiedereröffnung der Moritzkirche. Das Innere der Kirche (Decken, Wände, Orgel, Kanzel, Gestühl, elektr. Glocken) war vollständig erneuert worden. Bau von Pfarrhäusern in der Stadt. Nach Entscheidung des Konsistoriums der Provinz Sachsen sind für Naumburg 10 Doppelhäuser mit Pfarrwohnungen vorgesehen. Sie entstehen u.a. in der Lepsiusstraße und am Seilerweg. 900-Jahrfeier der Stadt Naumburg. Die Stadt begeht ihr großes Jubiläum mit zahlreichen Veranstaltungen und einem historischen Festzug, der die Geschichte der Stadt in mehreren Bildern zeigt. Drehbuchautor ist der Pädagoge und Heimatforscher, Professor Dr. Ernst Borkowsky. Im Dezember des Jahres Eröffnung der Molkerei an der Bahnhofstraße. Der Bau war durch eine GmbH "Naumburger Molkerei" veranlaßt und getragen worden. Architekt Heinrich Jorin (Hildesheim) hat nach Vorschlägen von Professor Dr. Lichtenberger dem Bau vorgestanden. Die mit modernster Technik ausgestattete Molkerei konnte täglich 35.000 Liter Milch verarbeiten.


1929

Im Frühjahr werden in der Kroppentalstraße bedeutende vorgeschichtliche Funde gemacht. Die Ausgrabungen stehen unter Leitung des verdienten Prähistorikers Carl Hermann. Gefunden werden vor allem Brandurnen, Gefäße und Keramikreste. Einweihung des fertiggestellten Posttöchterheims an der Neidschützer Straße. Das aus den Mitteln der Stiftung "Posttöchterhort" errichtete Haus bietet 80 Bewohnerinnen Platz. Beginn umfangreicher Restaurierungen der Dombildwerke. In dem Amt für Denkmalpflege Halle wird zuerst die wertvolle "Johannesschüssel" erneuert. Es schließen sich Restaurierungsmaßnahmen an einer romanischen Pieta (Vesperbild) und des Barbara - Altars an. Mit der Wiedereröffnung der Stadtbücherei ist eine neue Lesehalle verbunden. Beide Einrichtungen werden schon 1931 wieder geschlossen. Das frühere städtische Waisenhaus erhält nach Entwürfen von Ina Hoßfeld eine Keramikskulptur.


Uta und Ekkehard
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Bismarckturm
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Kirschfestumzug
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Der Westlettner des Domes
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Die Kinder von der Schul...
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