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14.11.2019
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Chronik der Stadt Naumburg(Saale)

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1950

Herstellung einer modernen Sportanlage an der Saale-Straße. Die Stadtverwaltung stellt hierfür 10.000 Mark zur Verfügung. Die Stadt erwirbt in der Nähe von Zeitz einige aufgelassene Kohlengruben. Mit überwiegend städtischen Mitteln werden dort täglich 24.000 Preßsteine aus Rohkohle zur Versorgung der Naumburger Bevölkerung produziert. Die Arbeiten am "Schlößchen" (Markt 6) werden im wesentlichen abgeschlossen. Der vorgesehene Teilabbruch des wertvollen Gebäudes konnte verhindert werden. Seit dieser Zeit trägt der im 16. Jahrhundert errichtete Bau seine ursprünglichen Dacherker wieder. Eingemeindung der Gemeinde Almrich nach Naumburg. Schon 1932 war eine Eingemeindung des Ortes nach Naumburg angestrebt worden. Das Naumburger Orchester wird von der Landesregierung Sachsen-Anhalt als Kulturorchester anerkannt. Das Orchester hat eine Gesamtstärke von 40 Musikern.


1951

Elisabeth Weinert wird in das Bürgermeisteramt eingeführt. Sie ist die erste Frau in der Geschichte Naumburgs, die den Posten eines Bürgermeisters erhält. Instandsetzung der Sportanlagen im Friesenheim und an der "Krummen Hufe". Die Gaststätte "Hallescher Anger" an der Saale wird zur gleichen Zeit als Sportler- und Kulturheim eingerichtet.


1952

Durch die Verwaltungsreform im Sommer des Jahres wird Naumburg nach 30 Jahren wieder Kreisstadt. Der gleichnamige Landkreis umfaßt neben dem "Kernland" des früheren Kreises Naumburg auch Randgebiete der Kreise Zeitz, Jena, Kölleda, Querfurt und Weißenfels. Am 19. August konstituiert sich der "Rat des Kreises Naumburg". Er besteht bis 1990.


1953

Nach umfangreichen Renovierungsarbeiten wird die frühere Seminarschule ihrer eigentlichen Bestimmung wieder übergeben. Sie zählt zu den ersten Schulen der Stadt, die im 2. Weltkrieg als Lazarett eingerichtet wurden. Im alten Präsidentenhaus am Kramerplatz, das nach 1945 kurzzeitig Schulzwecken diente, wird eine "Station junger Techniker" eingerichtet. Die zum Teil im Präsidentenhaus und im Salztorhaus untergebrachte Stadtbibliothek erhält im "Schlößchen" neue Räume. Im September erscheinen erstmals die "Naumburger Heimatblätter". Anliegen dieser Publikationsreihe ist es, die Ergebnisse neuzeitlicher naturwissenschaftlicher und historischer Forschungen in leicht verständlicher Weise dem Alter und der Jugend bekanntzumachen. Ende 1955 werden sie wieder eingestellt. Erste Bestandsaufnahme aller in der Stadt vorhandenen Bau- und Kunstdenkmale. Sie wird Grundlage der 1. städtischen Denkmalliste. Nach 14-jähriger Unterbrechung werden in der Schokoladenfabrik "Bolle" am Bahnhof wieder Schokoladenwaren produziert.


1954

Nach 15-jähriger Unterbrechung findet erstmals wieder (vom 1. bis 4. Juli) ein Kirschfest statt. Es wurde von einem Kirschfestausschuß vorbereitet, der ein Jahr zuvor entstanden war. An dem historischen Festzug beteiligen sich rund 600 Darsteller und rund 80 Festwagen. Auf der Vogelwiese entstand die bekannte Zeltstadt. Beginn der Arbeiten für ein Schwimmbad in der alten Lehmgrube. Zwei Jahre später werden sie wegen finanzieller und materieller Schwierigkeiten wieder eingestellt.


1955

Der Naumburger Elferrat tritt erstmals auf. Vorbereitungen dazu waren im Jahr davor schon getroffen worden. Am 1. April wird die Naumburger Karnevalsgesellschaft gegründet. Sie löst sich aber bald schon wieder auf. Erst Ende 1993 wird wieder ein Naumburger Karnevelsverein ins Leben gerufen. Im Juli erscheint der Roman "Der Ketzer von Naumburg" von Rosemarie Schuder. Die Schriftstellerin ist am 22. Juli selbst in Naumburg und spricht im überfüllten Stadtverordnetensaal über ihren Roman. Die durch Kriegseinwirkung stark beschädigte Marien-Magdalenen-Kirche in der Marienstraße wird nach langjährigen Instandsetzungsarbeiten feierlich eingeweiht In Weimar verstirbt am 28. Oktober Professor Walter Hege. Wenige Tage später wird er unter großer Teilnahme in Naumburg begraben. Walter Hege hat durch seine vortrefflichen Fotos den Naumburger Dom nach 1920 weithin bekannt werden lassen.


1956

Zwischen der Stadt Naumburg und der Hussitenstadt Tabor (Böhmen) kommt es zu einem regen Kulturaustausch städtepartnerschaftlicher Beziehungen. An den Hussitenfeierlichkeiten in Tabor nehmen mehrere Naumburger Bürger teil. Der Erzbischof von Smolensk besucht den Dom. Die Instandsetzungsarbeiten an diesem Bau sind noch in vollem Gange. Die Freilichtbühne am Waldschloß erlebt mit Brechts "Die Gewehre der Frau Carrar" die letzte Aufführung. Die Bühne war kurz nach 1945 entstanden.


1957

Zum 100. Geburtstag von Max Klinger wird in dem Gartenhaus des Klinger-Weinberges bei Großjena eine Ausstellung gezeigt. Das Museum der Bildenden Künste in Leipzig, das den überwiegenden Teil des Klinger-Nachlasses besitzt, stellt hierfür zahlreiche Exponate zur Verfügung. Die DEFA dreht im Dom einen kulturhistorischen Kurzfilm unter dem Titel "Der Naumburger Meister". Die Restaurierungsarbeiten sind zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen. Bei Umgestaltungsarbeiten, die in Verbindung mit dem Institut für Denkmalpflege, Arbeitsstelle Halle, durchgeführt werden, erhält das Eckgrundstück Domplatz/Steinweg ein Satteldach nach historischem Vorbild. Ende des Jahres - am 16. Dezember - verkehrt die Straßenbahn erstmals wieder in zwei Richtungen.


1958

Der erste Neubau (mit 12 Wohnungen) wird in der Sixtus-Braun-Straße fertiggestellt. In den Folgejahren entstehen im Bereich Siedlungsviertel, Gutenbergstraße und Neustraße. Das Puppentheater erhält im Gebäude "Goldener Hahn" am Salztor neue Räume. Im Juli erste Aufführung mit dem Marionettenstück "Wer rettet Bambi".


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